Ein Jahr später …

helmut_regina… hat mich die Nachricht vom plötzlichen Tod Helmut Franks erreicht. In einer Zeit, in der wir von Medien aller Art überflutet werden, muss ich wieder einmal staunen. Trotz WhatsApp, Facebook, Xing, Mail, Smartphone, Zeitung oder die gute alte Post, keine Nachricht hat mich erreicht. Ich habe es am 25. September 2016 eher zufällig erfahren, dass Helmut Frank tot ist. Seit Wochen versuchte ich ihn mobil zu erreichen, aber es war immer nur die Mailbox dran. Als ich dann endlich mal die Festnetznummer gewählt habe, hatte ich Roselyn, seine Frau,  am Telefon.

Gestorben ist Helmut bereits am 20. August 2015. Das ist über ein Jahr her. Ich bin tief erschüttert und bestürzt über seinen Tod.

Gleichzeitig schäme ich mich, dass ich einen Freund über ein Jahr nicht angerufen habe. Vielleicht war ich zu sehr mit mir selbst und meinem Umfeld beschäftigt. Das zeigt mir wieder einmal deutlich, dass man sich nicht aus dem Auge verlieren darf.

Lieber Helmut, deine Offenheit und Ehrlichkeit, deinen Sinn für Humor, deine Leidenschaft für die Musik und vieles mehr, werden immer in unserer Erinnerung bleiben. Ich hoffe, du hattest eine gute Reise in die neue Welt. Du wurdest wahrscheinlich von vielen Rocker begrüßt. Leider kann ich mich erst heute von dir verabschieden. Danke für die vielen spannenden und lustigen Stunden, die wir mit dir erleben durften. Es war nie langweilig mit dir.

Dieter Wasilke

Da kommt mir noch ein Text von Heinz-Rudolf Kunze in den Sinn.

Abschied muss man üben

Keinen Tag verschenken es kann der letzte sein
jede ungelebte Stunde wirst du einst bereun
jeder Sonnenuntergang färbt die Erde rot
wir sitzen vor dem Wasserfall im selben lecken Boot

Wenn ich euch mal loslaß dann nicht von ungefähr
Abschied muß man üben sonst fällt er viel zu schwer

Niemand weiß den Zeitpunkt ist auch besser so
niemand würde sonst des Lebens halbwegs Herr und froh
viele die du gern hast müssen vor dir gehn
wenn du wirklich trauern kannst bleiben sie bestehn

Denkt an mich dort drüben fehlt mir nicht so sehr
Abschied muß man üben sonst fällt er viel zu schwer

Sterben ist die Brücke deren Weite keiner kennt
geh hinaus ins Licht das nur wer hierbleibt Dunkel nennt
alles was uns trösten kann ist die Erinnerung
jeder steht dem Schluß gleich nah egal ob alt ob jung

Ende soll auch Anfang sein nichts wünsch ich mir mehr
Abschied muß man üben sonst fällt er viel zu schwer

Wenn ich euch mal loslaß dann nicht von ungefähr
Abschied muß man üben sonst fällt er viel zu schwer

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